WAS IST EIGENTLICH EIN PLACEBO?


Der Mediziner lernt in seinem Studium, dass ein Placebo ein Stoff ist, der keine medizinische Wirkung hat. So steht es auch auf Wikipedia. Der Grund, warum man in Studien Placebos einsetzt, ist, um ein klares Bild über die Wirksamkeit und Sicherheit eines Medikaments zu bekommen. Besonders wertvoll sind solche Studien, wenn sie doppelverblindet sind, also weder der Patient, noch der Arzt wissen, wer in der Verum-Gruppe, also in der Gruppe mit Wirkstoff, und wer in der Placebo-Gruppe ist.

So weit, so gut. Was aber, wenn statt des Placebos ein medizinisch wirksamer Stoff gegeben wird, der vielleicht auch Nebenwirkungen haben kann? Jedem logisch denkenden Menschen scheint klar, dass solche Studien keine Aussagekraft, was die Wirksamkeit und v.a. die Sicherheit betrifft, haben können. Bei normalen Medikamenten würden solche Studien von den Behörden auf keinen Fall akzeptiert werden, wenn es um die Zulassung eines neuen Medikamentes gehen würde.

Nicht so bei Imfstoff-Zulassungen. Im Falle der Zulassungsstudie von Gardasil wurde der "Placebo-Gruppe" ein Gemisch hochreaktiver Aluminiumsalze verabreicht, welche zu immunologischen Problemen führen können - es waren die selben Zusatzstoffe, die auch die Impfung enthielt. Lediglich die Viruspartikel wurden in der Placebogruppe nicht eingesetzt.

So ist es nicht verwunderlich, dass in beiden Gruppen viel mehr Komplikationen auftraten, als es in der nicht geimpften Durchschnittsbevölkerung der Fall ist.

Obwohl so eine Studie höchst problematisch ist, kam die HPV-Impfung Gardasil auf den Markt. Das Paul-Ehrlich-Institut, das solche Ungereimtheiten eigentlich aufdecken und die Bevölkerung schützen sollte, sieht hier offensichtlich keine Probleme.

Für uns stellt sich allerdings die Frage: Wie vertrauenswürdig ist eine behördliche Institution, die solche Vorgehensweisen nicht nur toleriert, sondern sogar unterstützt?

Dr. Klaus Hartmann, früher Mitglied der STIKO, kritisiert den laschen Umgang mit Schein-Plazebos heftig. Hier ein Interview mit ihm zum Thema.